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Pressemitteilung Nr. 17 – 195 vom 17. Mai 2017 Ausstellung im Museum für Outsiderkunst: Geschichten aus Flaschen, Träume aus Farben, Spielereien mit der Wirklichkeit

Pressemitteilung Nr. 17 – 195 vom 17. Mai 2017

 

Ausstellung im Museum für Outsiderkunst: Geschichten aus Flaschen, Träume aus Farben, Spielereien mit der Wirklichkeit

 

Flasche_von_Steve_Moseley_kl.jpgIm Museum für Outsiderkunst wird am 1.6. 2017 um 19:00 Uhr die Ausstellung „Wunderbar verrückt nach Farbe - lass uns mal dahintreiben“ eröffnet. Zu sehen sind Arbeiten von Antje Fuchs, Flensburg, Steve Moseley, USA und Petra Griesert, Leonberg. Die Ausstellung geht bis zum 26. August 2017. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag: 14:30 bis 17:30 und Sonnabend 11:00 bis 14:00 Uhr

 

Steve Moseley inszeniert in Flaschen beeindruckende Figurenensembles und demonstriert mit Humor seine Lieblingsthemen Sex, Religion und Politik und erschafft so geistreiche Flaschenkunst mit satirischem Touch. Der Kpnstler wurde in Louisville, Kentucky, USA, geboren. Mit seinen Arbeiten steht er in der Tradition sogenannter Whimsey Bottles, einem Genre der Folk Art in den USA, bzw. der Geduldsflaschen aus Teilen Europas. Diese Flaschen zeigen in der Regel Krippen und Kreuzigungsszenen oder Darstellungen ländlicher Arbeiter. Moseley widmet sich diesem Thema mit Witz, Schärfe und zeitgenössischem Bezug. Religiöse Motive verbindet er geschickt mit Hinweisen auf aktuelle politische, sexuelle und soziale Themen. Durch seine durchdachte Titelgebung verstärkt er die Wirkung seiner frechen Flaschen, die auf manche Betrachter provokant wirken. So zeigt er in „ The last McSupper“ eine Abendmahlszene, in der Jesus und dessen Jünger Hamburger, Cola und Pommes Frites aus Tüten essen.

 

Petra Griesert arbeitet seit 1995 bei Atrio Leonberg und wechselte 2012 in die künstlerische Arbeitsgruppe des KreativWerks Höfingen. Sie malt wunderbare Traumwelten, die durchzogen sind von klaren Linien, die dem Bild Strukturen geben. Die Motive erzählen davon, mit welchem Gedanken sie sich gerade beschäftigt. Mit schwarzem Stift wird das aktuelle Thema erst vorgezeichnet, danach in Flächen aufgeteilt, dann kommt die farbige Ausgestaltung. P. Griesert hat eine sehr intensive Gabe, ihre Umgebung wahrzunehmen. Das zeigt sich in den ausdrucksstarken Portraits, in denen sie die besonderen Eigenschaften dieser Menschen einfängt. Sie setzt eigene Schwerpunkte, was beim Betrachter dazu führt, die eigenen Wertungen und Prioritäten zu überdenken. Sie verwendet immer wieder Symbole, die regelmäßig auftauchen: Sonne, Mond und Sterne. In ihrer Welt ist alles möglich.

 

Antje Fuchs aus Flensburg beschäftigt sich mit Fotografie und digitalen Fotoarbeiten, schafft Objekte aus unterschiedlichen Materialien, erstellt Installationen und organisiert Kunstaktionen. Die Resultate ihrer Arbeit zeugen von einer umwerfenden Fantasie, gepaart mit Witz und kritischem Verstand. In dieser Ausstellung zeigt sie z.B. eine Installation, die aus zusammengewickelten Plastiktüten besteht, sie wirken wie bunte Schnüre, die zusammen ein organartiges Gebilde offenbaren, einerseits schön, da verspielt, andererseits irritierend, mit Hinblick auf die Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll. Dieses Objekt dient auch zur Vorlage weiterer Arbeiten. Sie hat es fotografisch weiterverarbeitet, spielt mit ihm, um dem Thema die Chance zu geben, aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und analysiert zu werden.

 

Das Museum für Outsiderkunst ist eine Dependance des Stadtmuseums, in Zusammenarbeit mit der Hesterberg & Stadtfeld gGmbH und dem Helios Klinikum.