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Veranstaltungsdetails
Datum: 14.12.2017
Zeit: 18:30 Uhr
Titel: Vortrag von Dr. Harald Schmid, Ahrensburg
Strasse: Prinzenpalais
Ort: 24837 Schleswig
Zielgruppe: Kultur (Theater, Musik u.a.)
Veranstalter: Landesarchiv Schleswig-Holstein
Tel. des Veranstalters: 04621 8618-00
Webseite/Infos: http://www.schleswig-holstein.de/landesarchiv
Beschreibung: "'Alles rollte wie am Schnürchen ab.' Die Entmachtung Preußens nach dem 'Altonaer Blutsonntag' – Voraussetzungen und Stationen des schleswig-holsteinischen Weges in den Nationalsozialismus"

Altona, 17. Juli 1932: Eine Schießerei zwischen Kommunisten, Nationalsozialisten und Polizei endet mit achtzehn Toten und Dutzenden teilweise schwer Verletzten. Diesen "Altonaer Blutsonntag" nimmt Reichspräsident Hindenburg drei Tage später zum Vorwand, die sozialdemokratische geführte preußische Regierung unter Ministerpräsident Otto Braun per Notverordnung abzusetzen ("Preußenschlag"). Die Zerschlagung des letzten großen demokratischen Bollwerks der Weimarer Republik bildet eine Zäsur auf dem Weg Deutschlands und Schleswig-Holsteins in die NS-Diktatur – der Staatsstreich gegen die Republik vor der "Machtergreifung".

Der Vortrag beleuchtet die Vorgeschichte und Kontexte dieser Zäsur. Im Mittelpunkt stehen dabei die besondere Bedeutung der preußischen Provinz Schleswig-Holstein beim Aufstieg der Nationalsozialismus in der Weimarer Republik und die Frage nach der Erinnerung an diesen Schritt in das totalitäre "Dritte Reich".

Dr. Harald Schmid, geboren 1964 in Freudenstadt, Politikwissenschaftler und Zeithistoriker. Nach einer Verlagsausbildung Studium von Politikwissenschaft und Geschichte an den Universitäten Duisburg und Hamburg. Promotion zum Dr. phil. an der Universität Hamburg mit einer Arbeit zur Geschichte der deutschen Erinnerungskultur nach 1945 (Erinnern an den "Tag der Schuld". Hamburg 2001). Langjährige Lehr- und Forschungstätigkeit an der Universität Hamburg und der CAU Kiel, war u. a. Mitglied im Historikerteam der Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941–1944" des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Seit 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten. Vorstandsmitglied in der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein und der Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein. – Zahlreiche Publikationen vor allem zu den Themen Erinnerungskultur, Geschichtspolitik, Gedenkstätten, Rechtsextremismus, Regionalgeschichte; Mitherausgeber des "Jahrbuchs für Politik und Geschichte".

Eintritt 2 Euro
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