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Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung: Verdachtsmeldung

Leistungsbeschreibung

Betreiben Sie ein Unternehmen oder Gewerbe im sogenannten Nichtfinanzsektor?
Allen Unternehmen, die zu den Verpflichteten nach dem Geldwäschegesetz (§ 2 GWG) gehören, sind besondere Sorgfaltspflichten auferlegt. Dazu gehört auch die Meldung von Verdachtsfällen. Wenn Sie feststellen oder den Verdacht haben, dass Ihr Geschäftspartner Sie für Transaktionen zur Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung missbraucht, müssen Sie dies unabhängig vom Wert des betroffenen Vermögensgegenstand oder der Transaktionshöhe unverzüglich der Zentralstelle für Transaktionsuntersuchungen - FIU - melden.
Über die Anzeige des Verdachts auf Geldwäsche müssen Sie schweigen. Sie dürfen Ihre Geschäfts- oder Vertragspartner keinesfalls davon informieren. Außerdem dürfen Sie die angetragene Transaktion erst durchführen, wenn

  • FIU oder Staatsanwaltschaft einer Freigabe der Transaktion zugestimmt haben oder der dritte Werktag nach Abgabetag Ihrer Verdachtsmeldung verstrichen ist, ohne dass eine Untersagungdurch FIU oder Staatsanwaltschaft erfolgt ist. Samstage gelten nicht als Werktage.

An wen muss ich mich wenden?

  • Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz sind der FIU grundsätzlich in elektronischer Form über das Anwendungsprogramm "goAML" zu übermitteln. Voraussetzung für die Abgabe einer Meldung ist die einmalige Registrierung. Weitere Informationen dazu unter goaml.fiu.bund.de und unter www.fiu.de
  • Unbenommen bleibt Ihnen, ob Sie daneben auch noch eine Strafanzeige nach § 158 Strafprozessordnung stellen.

Rechtsgrundlage

§§ 2, 43, 47 Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (Geldwäschegesetz - GwG)

Urheber

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