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Sanierungsgebiet Innenstadt

Sanierungsgebiet Innenstadt - Ausgangssituation

Luftbild Sanierungsgebiet © wireg
Luftbild Sanierungsgebiet © wireg

Schleswig ist mit ihren mehr als 24.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt des Landkreises Schleswig-Flensburg. Die Stadt übernimmt aufgrund ihrer Größe und Lage eine besondere Versorgungsfunktion für das Umland mit nahezu 100.000 Menschen.

So ist Schleswig z.B. Sitz der Kreisverwaltung und Standort für bedeutende Kultur- und Verwaltungseinrichtungen wie das Landesmuseum, das Landesarchiv, verschiedenen Justizbehörden oder das Schloss Gottorf. Für die zukünftige Entwicklung der Stadt Schleswig gilt es, Defizite der Stadt auszumachen und diesen entgegenzuwirken.

Zur Ermittlung der Defizite gab es in den Jahren von 2010 bis 2012 eine umfangreiche Untersuchung der Innenstadt. Das Ergebnis können Sie unter den "Vorbereitenden Untersuchungen" einsehen.

Speziell für den wichtigen Bereich der Schleswiger Innenstadt mit der Fußgängerzone, zahlreichen Geschäften, Cafés und Bistros, dem Kino, dem Parkhaus, der Stadtbücherei, der Post, dem ZOB und weiteren Einrichtungen für den täglichen und besonderen Bedarf wurden mehrere Missstände festgestellt:

  • ein erhöhter Instandsetzungs- und Modernisierungsbedarf bei den Immobilien
  • eine hohe Fluktuation der Einzelhandelsbetriebe und verstärkte Leerstände von Ladenflächen
  • eine schlechte Verbindung zwischen der Schlei bzw. den Königswiesen und dem Stadtweg
  • ein Mangel in der Gestaltung und der Funktion des öffentlichen Raumes (z.B. die Art der Pflasterung, die Gestaltung von Plätzen, die Möblierung mit Bänken usw.)
  • ungelöste Probleme mit dem Hertie-Standort, dem Erhalt des Parkhauses oder der ungestalteten Bebauung im Schwarzen Weg
Mehr Informationen über diese Missstände und Konflikte finden Sie bei unten stehendem Punkt . 
        
    

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Sanierungsgebiet Innenstadt - Missstände und Konflikte

Zustand des Gebäudebestandes

In einigen Teilen des Untersuchungsgebietes besteht ein erheblicher Sanierungsbedarf an den Gebäuden. Über 40 % sind sanierungsbedürftig, bei 14 % der Gebäude besteht sogar erheblicher Sanierungsbedarf. Gebäude mit Sanierungsbedarf befinden sich insbesondere im Bereich der ehemaligen „Hertie“-Immobilie, im Bereich Gallberg, in den Randbereichen des Stadtweges (Abschnitte Domziegelhof – Moltkestraße und Plessenstraße – Gallberg),im Bereich des ehemaligen Landestheaters sowie im Domziegelhof.

Vorrangig befinden sich große, sowohl für das Stadtbild als auch für die Funktionsfähigkeit der Stadt bedeutende Gebäude in einem baulich schlechten Zustand, was die Bedeutung dieses Problemfelds noch erhöht. Zu nennen sind hier etwa die Stadtbücherei, das städtische Parkhaus und das ehemalige „Hertie“-Kaufhaus.

Städtebauliche Defizite

Im Untersuchungsgebiet liegen gleich mehrere städtebaulich ungeordnete Bereiche. Insbesondere die südlich des Stadtweges gelegenen Ergänzungsflächen der Einzelhandelseinrichtungen sowie die Block-Innenbereiche südlich des Lollfußes weisen größtenteils städtebauliche Mängel und deutlich erkennbare Defizite in der Gestaltung auf.

Der Bereich zwischen Schwarzer Weg und Königstraße lässt keine städtebauliche Struktur erkennen. Hierzu trägt auch die funktional sehr heterogene Mischung aus ZOB, Feuerwehr, Einkaufszentrum, Wohnen, Gewerbe und Dienstleistung bei. Hinzu kommt die schlechte Anbindung des Areals an die Innenstadt (Stadtweg), die sich besonders für das “Schlei-Center” negativ auswirkt. Das Einkaufszentrum ist nur über einen schmalen Durchgang an den Stadtweg bzw. die Fußgängerzone angebunden. Da es keine attraktiven Durchwegungen des Bereiches gibt, wirkt dieser fast wie eine Barriere zwischen der Innenstadt und der Königstraße/Schlei.

Die Königstraße wiederum hat aufgrund ihrer Gestaltung eine trennende Wirkung zwischen der Innenstadt und dem Bereich Königswiesen/Schlei. Entlang der Straße existiert zudem kein gefasster Straßenraum, was zu einem unattraktiven Erscheinungsbild des Areals und einer fehlenden Aufenthaltsqualität führt. Eine Vernetzung des touristischen Anziehungspunktes Schlei mit der Innenstadt ist somit nicht gegeben.

Problematik des Einzelhandelsstandortes Innenstadt

Als Einzelhandelsstandort hat die Schleswiger Innenstadt in mehreren Bereichen sowohl mit funktionalen, als auch mit gestalterischen Mängeln zu kämpfen. Dies gilt insbesondere für die Haupteinkaufsstraße Stadtweg. Ihre Gestaltung wird der Bedeutung als innerstädtische Einzelhandelszone mit Einzelhandelsgeschäften nicht gerecht.

Die Innenstadt leidet unter einem hohen Leerstand im Bereich des Einzelhandels. Fast ein Drittel der dortigen Ladenflächen steht leer. Es besteht die Gefahr eines „Trading-Down-Effekts“, bei dem sich Leerstand und sinkende Anziehungskraft auf potenzielle Käufer gegenseitig bedingen und vorantreiben. Ein anhaltendes Negativsignal setzt hier insbesondere der langfristige Leerstand des einstigen Magnetbetriebes „Hertie“. Aktuell gibt es nur sehr wenige ausstrahlungsstarke Magnetbetriebe in Schleswig, dazu zählt zurzeit nur das Bekleidungshaus ID Sievers. Als problematisch erweist sich die sehr lange Ausdehnung der Innenstadt, aufgrund derer es kaum möglich ist, den gesamten Bereich mit attraktiven Einzelhandelsnutzungen zu besetzen. Am westlichen und östlichen Ende der Fußgängerzone (Stadtweg) sind in der Folge auch zunehmende Leerstände zu verzeichnen.

Die Innenstadt weist auch funktionale Defizite im Branchen-Mix auf: So fehlen etwa leistungsstarke Anbieter in den Bereichen Hausrat, Glas, Porzellan und Keramik. Negativ wirkt sich zudem die unzureichende Anbindung der Innenstadt an die Schlei aus, in deren Folge sich das touristische Kaufkraftpotenzial nicht ausschöpfen lässt. Hinzu kommt die schlechte Anbindung des “Schlei-Centers“ an die Fußgängerzone, die die Kunden nicht in das zentrale Shopping-Center zieht. Die Durchschneidung der Fußgängerzone durch die Plessenstraße stellt eine weitere Barriere für einen ungehinderten Strom der einkaufenden Kunden dar.

Defizite der verkehrstechnischen Infrastruktur

Die verkehrstechnische Infrastruktur des Untersuchungsgebietes bedarf in Hinblick auf verschiedene Aspekte einer Sanierung. So weisen die Fahrbahnbeläge bzw. die Beschaffenheit der Straßen Gallberg, Plessenstraße, Schwarzer Weg, Poststraße, Domziegelhof, Lollfuß und Gutenbergstraße deutliche Schäden auf. Über die zentrale Königstraße gibt es keine ausreichenden Querungsmöglichkeiten für Fußgänger. Auch der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) leidet unter gestalterischen Defiziten. Von den Verkehrsbetrieben wird der ZOB als nicht ausreichend leistungsfähig beschrieben. Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage des ZOB in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt soll der Standort aber erhalten bleiben. Eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit des ZOB kann ggf. durch eine Umgestaltung und einer damit einhergehenden Verbesserung der Verkehrsabwicklung erreicht werden. Das städtische Parkhaus am ZOB weist Gestaltungsdefizite auf. Rund um Theater liegen ebenfalls teilweise ungestaltete Parkplätze, die das Stadtbild beeinträchtigen.

Eine Kartendarstellung der Missstände und Konflikte finden Sie in der folgenden Karte (pfd-Datei):

Sanierungsgebiet Innenstadt - Leitbild

Zur Vorbereitung der Innenstadtsanierung gab es bereits von 2010 bis 2012 eine umfangreiche Untersuchung der Innenstadt. Das Ergebnis können Sie hier einsehen.

Daraus ergaben sich folgende Ziele:

ZOB_2010.jpg
ZOB_2010.jpg

Die Aufwertung der Eingangssituationen: Gemeint sind damit die Bereiche am Capitolplatz und beim Hertie-Gebäude, die zu einladenden Stadtplätzen umgestaltet werden könnten und damit die Gesamtattraktivität der Innenstadt deutlich steigern würden. Beide haben ein hohes Entwicklungspotential. Der Capitolplatz bietet sich dazu an, zu einem zentrale große Platz für künftige städtische Aktivitäten umgestaltet zu werden.

Durch eine bessere Verknüpfung des Naturraums Schlei mit der Innenstadt sowie mit den umliegenden Grünflächen könnten zusätzliche belebende Impulse gesetzt werden. Dazu wären weitere, ansprechende Wegverbindungen von der Innenstadt zu den Königswiesen erforderlich.

Die Grundstücke im Bereich Schwarzer Weg/Königstraße bieten Potenzial zur Aufwertung und Neuordnung durch die Verlagerung der Feuerwehr, eine mögliche Umgestaltung des ZOBs und die Aufwertung des Parkhausquartiers. Wenn Sie mehr über die Chancen und Potentiale erfahren möchten, öffnen Sie bitte diesen Informationstext (bitte anklicken)  oder diese Karte (bitte anklicken).


Aus den dargestellten Chancen und Potenzialen wurde ein Leitbild für Schleswig mit zwei Schwerpunktzielen abgeleitet:

Schleswig an die Schlei

Oberstes Ziel der Maßnahmen rund um den Stadtweg ist die bessere Anbindung der Innenstadt an den touristischen Anziehungspunkt Schlei und eine Stärkung des Ein-zelhandelstandortes Schleswig. Hierzu wird als erste Maßnahme die bessere räumliche Vernetzung der Innenstadt mit den Königswiesen und somit mit dem Ostseefjord angestrebt.

Königswiesen mit Dom
Königswiesen mit Dom
Der identitätsprägende Naturraum Schlei soll künftig als positiver Standortfaktor genutzt werden, um die Identität und Attraktivität der Innenstadt zu stärken. Hierfür soll insbesondere die touristische Attraktion Königswiesen/Schlei einbezogen werden. Der Landschaftsraum Schlei ist für Bürger wie Touristen ein Schwerpunkt für Naherholung. Vielfältige Freizeiteinrichtungen am Wasser sind für Schleswig daher wichtige Standortfaktoren, um Touristen anzulocken. Ein höheres Touristenaufkommen stärkt wiederum die Konsum-Nachfrage in der Innenstadt.

Stärkung der Innenstadt als Ort der Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt

Die mit Einzelhandelseinrichtungen besetzte Zone ist für eine Stadt mit der Größe Schleswigs zu lang, um durchgehend attraktiv besetzt zu sein. Es bietet sich eine Verdichtung und Konzentration der wichtigen Einzelhandelseinrichtungen im zentra-len Bereich der Innenstadt an.

Der zentrale Bereich sollte zwischen zwei Polen mit starken Ankernutzungen oder Stadträumen oder anderen zentrumsrelevanten Funktionen eingespannt und so auf eine gut bespielbare Fläche konzentriert werden. Damit könnte die Innenstadt sowohl eine funktionale Stärkung, als auch eine gestalterische Aufwertung erfahren.

Sanierungsgebiet Innenstadt - Städtebaulicher Rahmenplan

Der Städtebauliche Rahmenplan für die Innenstadt Schleswig stellt ein informelles fachübergreifendes Planungsinstrument für die Stadt dar, um die Entwicklungspotenziale der Innenstadt auszuloten und Perspektiven sowie langfristige Entwicklungsmöglichkeiten für deren zukünftige Nutzung in groben Zügen aufzeigen. Er dient als Leitfaden für zukünftige Planungen im Bereich der Innenstadt, als Grundlage für weitere Planungsschritte wie Gutachten oder Wettbewerbe und als Diskussions- und Entscheidungsgrundlage für die Öffentlichkeit, private und institutionelle Akteure sowie politische Gremien. 

Ziel des Rahmenplanes ist es, durch die Formulierung städtebaulicher, freiraumplanerischer und verkehrlicher Ziele viele verschiedene öffentliche und private Einzelmaßnahmen mit unterschiedlichen Realisierungszeiträumen so zu steuern, dass sie sich in einen gesamtstädtebaulichen Rahmen einfügen. 

Ein interdisziplinäres Planerteam unter der Leitung des Büros PPP (Petersen Pörksen Partner - Architekten und Stadtplaner) hat den Rahmenplan erarbeitet. Das Verfahren wurde durch eine intensive und frühzeitige Beteiligung lokaler Akteure (Projektgruppen), Mitglieder der Politik (Lenkungsgruppe) und der Bürger/innen begleitet. Weitere Informationen sowie die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung finden Sie hier.

Sanierungsgebiet Innenstadt - Bürgerbeteiligung

Wie wollen wir die Innenstadt zukünftig entwickeln?

Ergebnispräsentation am 13. Juli 2016

Foto von einer Plakatwand vom 21.05.2016
Foto von einer Plakatwand vom 21.05.2016

Nachdem die Schleswigerinnen und Schleswiger sich am 2. Mai 2016 im Rahmen einer Bürgerwerkstatt und am 21. Mai 2016 beim Tag der Städtebauförderung aktiv an der Entwicklung von Ideen und Vorschlägen für die Innenstadtgestaltung beteiligt hatten, wurden die Ergebnisse intern gesichtet und von den beteiligten Planungsbüros in den zu entwicklenden Rahmenplan eingefügt. Das Resultat wurde am 13. Juli 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt. Anschließend wird der Rahmenplan noch mit den "Trägerns öffentlicher Belange" sowie dem Innenministerium abgestimmt werden.

Sanierungsgebiet Innenstadt - Tag der Städtebauförderung

Tag der Städtebauförderung am 21. Mai 2016 mit dem Innenminister Herrn Stefan Studt

Am 21. Mai 2016 fand der Tag der Städtebauförderung bundesweit in über 500 Städten und Gemeinden statt. Die Stadt Schleswig bot allen Bürgerinnen und Bürgern an diesem Tag von 10:00 bis 13:00 Uhr an, sich auf dem Capitolplatz die Pläne für die Innenstadtsanierung erläutern zu lassen und eigene Ideen, Anregungen und Vorstellung zu äußern.

Zu diesem Termin kam der Innenminister des Landes Schleswig-Holstein, Herr Stefan Studt, nach Schleswig und hat sich zwischen 12:00 und 13:00 Uhr auf dem Capitolplatz und in der Innenstadt informieren lassen.

Tag der Städtebauförderung - Bild
Tag der Städtebauförderung - Bild

Herr Bürgermeister Dr. Arthur Christiansen sowie die Leiterin des Fachbereiches Bau, Frau Britta Gutknecht, und weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter standen den Bürgerinnen und Bürger für Auskünfte und Erläuterungen zur Innenstadtsanierung zur Verfügung.

Die Bürgerinnen und Bürger Schleswigs waren herzlich eingeladen, sich auch an diesem Tag aktiv an der Planung für die Innenstadt zu beteiligen. Zahlreiche Schleswigerinnen und Schleswigerinnen nutzen die Gelegenheit, sich zu informieren und Ihre Ideen zu äußern. Städtebauförderung leistet seit nunmehr 45 Jahren einen herausragenden Beitrag zur Stadtentwicklung und sorgt für die stetige Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität in den Quartieren vor Ort. Städtebauförderung wirkt „Aus Liebe zum Quartier“. Sie wirkt bundesweit und unterstützt die Quartiere dabei, sich neuen Bedingungen und Herausforderungen zu stellen.

Weitere Informationen zum Tag der Städtebauförderung:

https://www.tag-der-staedtebaufoerderung.de/startseite/

Sanierungsgebiet Innenstadt - Bürgerwerkstatt 02.05.2016

Bürgerwerkstatt am 2. Mai 2016

Bürgerwerkstatt 02.05.2016
Bürgerwerkstatt 02.05.2016

Alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Schleswig waren herzlich zu einer „Bürgerwerkstatt“ am Montag, dem 2. Mai, um 17:00 Uhr in den Ständesaal des Schleswiger Rathauses eingeladen. 

Es ging um die zukünftige Gestaltung der Innenstadt. Im Rahmen der Innenstadtsanierung werden so unterschiedliche Aspekte wie die Verkehrsführung, die räumliche Gestaltung und die Neubebauung, aber auch die Bepflanzung, Möblierung oder Beleuchtung der Innenstadt überdacht. 

Die Bürgerinnen und Bürger waren aufgefordert, sich die Ideen und Vorstellungen der beauftragten Planungsbüros anzuschauen und gleichfalls eigene Ideen, Vorschläge und Anregungen zu entwickeln und vorzubringen. Auch für kritische Fragen und Anmerkungen war Zeit vorhanden. Die Sachverständigen der Verwaltung und der Planungsbüros standen in kleinen Gesprächskreisen zur Verfügung. 



Ergebnisse aus den Gesprächsgruppen vom 2. Mai 2016


Sie möchten sich gerne schriftlich, telefonisch oder per Mail äußern und Ihre Ideen vorbringen. Dafür stehen Ihnen seitens der Stadt Schleswig, Frau Sandmeier, Tel. 814 411, r.sandmeier@schleswig.de, sowie seitens unseres Sanierungsträgers, der BIG-STÄDTEBAU GmbH, Frau Dahmen, Tel. 0431-54 68 253, a.dahmen@big-bau.de, gerne zur Verfügung.

Der Rahmenplan wurde von der Ratsversammlung der Stadt Schleswig am 20.02.2017 beschlossen und vom Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration anerkannt.

Sanierungsgebiet Innenstadt - Maßnahmen

Sanierungsgbiet Innenstadt, Stadtweg
Sanierungsgbiet Innenstadt, Stadtweg

Das Maßnahmenkonzept enthält eine Reihe von Schritten, die zur Erreichung der Sanierungsziele „Schleswig an die Schlei“ und „Stärkung der Innenstadt“ erforderlich sind. Es handelt sich um Maßnahmen sind, welche im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchungen vorgeschlagen wurden. Nun gilt es mit der in Arbeit befindlichen städtebaulichen Rahmenplanung konkreter auf die Ausgangs- und Rahmenbedinungen für die Sanierung der Innenstadt zu schauen und herauszuarbeiten, welche Maßnahmen nach heutiger Einschätzung realisierbar und zielführend sind:

  • die Umgestaltung der Fußgängerzone (Stadtweg) und des Capitolplatzes
  • die Beseitigung der Einzelhandelsleerstände - dies gilt insbesondere für den ehemaligen Magnetbetrieb „Hertie"
  • die Grundstücke im Bereich des ehemaligen „Hertie“-Kaufhauses/ Stadtbücherei umgestalten und gegebenenfalls neu ordnen
  • auch eine Umgestaltung der Königstraße und des Schwarzen Weges ist anzustreben
  •  Wegeverbindungen u.a. zwischen Stadtweg und Königswiesen
  • die Verlagerung der Feuerwehr, inklusive des Abbruchs und der Neubebauung des Grundstücks, sowie die Umgestaltung des ZOBs
  • Die Königstraße sollte weitestgehend baulich eingefasst werden
  • die Umgestaltung des “Schlei-Centers“ und des städtischen Parkhauses
  • die Schaffung einer gestalteten Einkaufspassage mit attraktivem Einzelhandelsbesatz vom Stadtweg zur Königstraße
  • Entwicklung von untergenutzten Flächen, gegebenenfalls bedeutet das auch den Abbruch bestehender, nicht mehr zu nutzender Gebäudeteile
  • Sanierung von Gebäuden zur Stärkung der Funktionen Wohnen und Einzelhandel  

Wenn Sie mehr über die Maßnahmen erfahren möchten, lesen Sie bitte hier weiter:

Sanierungsgebiet Innenstadt - Maßnahmenkonzept

Das Maßnahmenkonzept enthält eine Reihe von Schritten, die zur Erreichung der Sanierungsziele „Schleswig an die Schlei“ und „Stärkung der Innenstadt“ erforderlich sind.

Zur Aufwertung des Einzelhandelsstandortes Stadtweg muss zunächst die Umgestaltung der Fußgängerzone (Stadtweg) und des Capitolplatzes inklusive des platzbegleitenden Abschnittes der Plessenstraße erfolgen. Dies trägt zur Stärkung der Versorgungsfunktion der zentralen Innenstadt ebenso wie zur Steigerung der Attraktivität durch eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität bei. Seit Ende 2011 setzen sich einige Schleswiger Grundeigentümer mit dem Gedanken auseinander, ein PACT in der Schleswiger Innenstadt (Bereich Stadtweg zwischen Poststraße und Plessenstraße) zu installieren. Es gibt zurzeit erste Ideen und Vorstellungen. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung wurden diese Ideen einem breiteren Publikum vorgestellt.

Des Weiteren müssen die vorhandenen Einzelhandelsleerstände beseitigt werden, dies gilt insbesondere für den ehemaligen Magnetbetrieb „Hertie“. Die Leerstandsbekämpfung ist von grundlegender Bedeutung für die Aufwertung des Untersuchungsgebietes, einem Trading-Down-Effekt ist frühestmöglich entgegenzuwirken. Hierzu sind vor allem Teile des Stadtweges entsprechend ihrer Bedeutung als innerstädtische Einzelhandelszone umzugestalten, um die vorhandenen Potenziale (viele inhabergeführte Geschäfte, enge Kundenkontakte) zu nutzen. Als weitere Maßnahme gilt es, die Grundstücke im Bereich des ehemaligen „Hertie“-Kaufhauses/Stadtbibliothek umzugestalten und gegebenenfalls neu zu ordnen. Dazu zählen etwa die Ansiedlung eines Magnetbetriebes oder eine Immobilienentwicklung inklusive Freiraumgestaltung/Stadtplatz für einen Magnetbetrieb zur Stärkung der Innenstadt.

Auch eine Umgestaltung der Königstraße und des Schwarzen Weges ist anzustreben. Neben der Pflanzung von Straßenbäumen und baulichen Maßnahmen zur Verbesserung der Querungsmöglichkeit sind auch Maßnahmen zur Reduzierung der Geschwindigkeit des motorisierten Verkehrs zu ergreifen. Die Königstraße ist als Bindeglied zwischen der Schleswiger Innenstadt und der Schlei von essentieller Bedeutung für die Verkehrsinfrastruktur. In den letzten Jahren hat sie sich zudem immer mehr zu einem Bereich mit Einzelhandelsbesatz entwickelt, was sie auch unter wirtschaftlichen Aspekten interessant macht.

Vorgesehen ist des Weiteren die Aufwertung von Wegeverbindungen u.a. zwischen Stadtweg und Königswiesen. Dies bezieht sich sowohl auf die Gestaltung inklusive des Stadtgrüns, als auch auf den Besatz mit attraktiven Einzelhandelseinrichtungen im zentralen Bereich zwischen Stadtweg und Königstraße.

Die städtebaulich unstrukturierten Bereiche nördlich der Königstraße bedürfen ebenfalls einer Umgestaltung bzw. Neuordnung. Dazu zählen etwa die Verlagerung der Feuerwehr, inklusive des Abbruchs und der Neubebauung des Grundstücks, sowie die Umgestaltung des ZOB. Die Königstraße sollte weitestgehend baulich eingefasst werden.

Zur allgemeinen Aufwertung des Einzelhandelsstandorts im Schleswiger Zentrum kann auch die Umgestaltung des “Schlei-Centers“ und des städtischen Parkhauses beitragen. Die Anbindung des “Schlei-Centers“ an den Stadtweg und die Königstraße sollte durch die Schaffung einer gestalteten Einkaufspassage mit attraktivem Einzelhandelsbesatz vom Stadtweg zur Königstraße verbessert werden. Dazu gilt es, die Passage im “Schlei-Center” umzugestalten sowie eine neue Passage vom Stadtweg zum “Schlei-Center” zu entwickeln.

Daneben liegt das Augenmerk vor allem auf der Entwicklung von untergenutzten Flächen, gegebenenfalls bedeutet das auch den Abbruch bestehender, nicht mehr zu nutzender Gebäudeteile. Diesbezüglich besteht erheblicher Handlungsbedarf im Bereich des baufälligen Landestheaters. Erforderlich ist eine umfassende Neuentwicklung dieser Fläche. Hinzu kommt die notwendige Sanierung von Gebäuden zur Stärkung der Funktionen Wohnen und Einzelhandel im Untersuchungsgebiet.

In verkehrstechnischer Hinsicht steht die Instandsetzung der Straßen Plessenstraße und Gallberg inklusive Maßnahmen zur Aufwertung des Straßenraumes im Vordergrund.

Ziel ist neben einer Steigerung der Funktionalität eine Attraktivitätssteigerung, die etwa Wohnungssuchende und kleine Spezialgeschäfte anziehen soll.

 

Sanierungsgebiet Innenstadt - Der zeitliche Ablauf

Weiteres Vorgehen

In den nächsten Jahren gilt es, die aufgeführten Ideen für umzusetzende Maßnahmen weiter auszuarbeiten und konkrete Sanierungsmaßnahmen zu benennen. Dies wird in Form einer städtebaulichen Rahmenplanung erfolgen. Die Erarbeitung eines solchen Rahmenplanes ist ein Arbeitsprozess, welcher durch kontinuierliche Beteiligung der Öffentlichkeit sowie betroffener Interessensgruppen gekennzeichnet ist. In die Planungen und Maßnahmen können so vielfältige Anregungen von außen einfließen.

Der Auftakt für die Rahmenplanung fand im Sommer 2015 stattfinden. 

Zur Vorbereitung des Rahmenplanes  wurde der Innenstadtbestand zunächst kartiert.

Die Erstellung des Rahmenplanes wurde in die Hände eines erfahrenen Planerteams gelegt. Der Auftrag dafür wurde im Sommer 2015 erteilt. Das Team besteht aus den Büros:

  • Evers und Küssner, Stadtplaner
  • Masuch und Olbrisch, Ingenieurgesellschaft
  • TGP - Trüper, Gondesen und Partner, Landschaftsarchitekten
  • PPP - Petersen Pörksen Partner, Architekten und Stadtplaner

Die Leitung liegt in den Händen des Büros PPP.

Sanierungsgebiet Innenstadt - Termin Planungswerkstatt
Sanierungsgebiet Innenstadt - Termin Planungswerkstatt

In der ersten Hälfte des Jahres 2016 werden die Öffentlichkeit und die betroffenden Personengruppen in Form von öffentlichen Veranstaltungen und im Rahmen von Projektgruppen informiert, befragt und einbezogen werden. Die Anregungen fließen in die Überlegungen für den Rahmenplan ein. Der mit der Politik und abgestimmte Plan soll im Herbst vorliegen.

Die Erarbeitung des Rahmenplanes und damit der Beschluss durch den Bau- und Umweltausschuss und der Ratsversammlung über den Rahmenplan ist auf Anfang 2017 verschoben. 

Sanierungsgebiet Innenstadt - Wichtige Informationen
für Eigentümer/innen

Die Festlegung eines Sanierungsgebietes hat für die Eigentümerinnen und Eigentümer Auswirkungen. Wie diese Auswirkungen aussehen, können Sie im folgenden Text und in den hinterlegten PowerPointPräsentationen (pdf-Datei)erfahren:

Eintragung eines Sanierungsvermerks

Mit der Ausweisung eines förmlich festgelegten Sanierungsgebietes wird durch das Grundbuchamt ein Sanierungsvermerk in die Grundbücher der im Sanierungsgebiet gelegenen Grundstücke eingetragen. Dies bedeutet, dass ohne die erforderliche sanierungsrechtliche Genehmigung nach § 145 BauGB Eintragungen im Grundbuch nicht vorgenommen werden können bzw. abgeschlossene Rechtsgeschäfte nicht wirksam werden sowie mit Baumaßnahmen nicht begonnen werden kann. Die Sanierungsvermerke haben keine unmittelbare rechtliche, sondern lediglich nachrichtliche Bedeutung. Nach Abschluss der gesamten Sanierungsmaßnahme wird der Sanierungsvermerk aus den Grundbüchern gelöscht.

Genehmigungspflichtige Vorhaben und Rechtsvorgänge

Neben den geplanten Maßnahmen zur Erneuerung des Gebietes hat die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes für die Eigentümer/innen sowie die Erbbauberechtigten rechtliche Folgen. Um Vorhaben zu vermeiden, die den Sanierungszielen entgegenstehen oder deren Umsetzung wesentlich erschweren würden, sind für die Dauer des Sanierungsverfahrens nach den §§ 144 und 145 BauGB beispielsweise folgende Veränderungen genehmigungspflichtig:

  • der Verkauf eines Grundstückes
  • die Teilung eines Grundstückes
  • die Bestellung eines Erbbaurechts
  • die Eintragung einer Hypothek, Grundschuld oder einer anderen dinglichen Grundstücksbelastung im Grundbuch,
  • die Begründung, Änderung oder Aufhebung einer Baulast,
  • Mietverträge und vergleichbare Nutzungsvereinbarungen auf bestimmte Zeit von mehr als einem Jahr,
  • Baumaßnahmen auf Grundstücken sowie an und in Gebäuden

Ein wesentlicher und in der Praxis bedeutsamer Grund, der zur Ablehnung eines Grundstücksgeschäftes führt, ist ein überhöhter Kaufpreis. Weitere Beschränkungen, von denen i. d. R. kein Gebrauch gemacht wird, sind:

  • Der Stadt steht für alle Grundstücksverkäufe im Sanierungsgebiet ein Vorkaufsrecht zu.
  • U. U. kann im Sanierungsgebiet ein Eigentümer/in enteignet werden.

Die Stadt ist in beiden Fällen verpflichtet, derart erworbene Grundstücke, soweit sie nicht für öffentliche Zwecke benötigt werden, wieder zu veräußern.

Die oben genannten Rechtsgeschäfte sollten direkt nach Abschluss zur sanierungsrechtlichen Genehmigung schriftlich bei der Stadt Schleswig eingereicht werden. Über die Genehmigung hat die Stadt Schleswig binnen eines Monats zu entscheiden, andernfalls gilt die Genehmigung als erteilt. Diese Frist kann durch die Stadt um maximal drei Monate verlängert werden.

Die Genehmigung darf nur versagt werden, wenn Grund zu der Annahme besteht, dass der Vorgang oder die damit erkennbar bezweckte Nutzung die Durchführung der Sanierungsmaßnahme unmöglich macht, wesentlich erschwert oder den Zielen und Zwecken der Sanierung zuwider läuft.

Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen

Kornmarkt_Doppelquadrat.jpg
Kornmarkt_Doppelquadrat.jpg

 
Durch die Ausweisung des Sanierungsgebietes können in den kommenden Jahren vermehrt öffentliche Gelder in das Gebiet fließen. Ziel der Stadterneuerung ist es, durch eine Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen die Struktur im Gebiet zu verbessern. Öffentliche Maßnahmen werden dabei jeweils anteilig durch Mittel des Bundes, des Landes und der Stadt Schleswig finanziert.

Die Durchführung privater Baumaßnahmen erfolgt durch die Eigentümer/innen. Daher sind auch die Kosten der Modernisierung und Instandsetzung grundsätzlich von den jeweiligen Eigentümern/innen oder den Erbbauberechtigten selbst zu tragen. Hier sind jedoch z. T. Modernisierungszuschüsse möglich.

In Sanierungsgebieten besteht zudem nach § 7h EStG unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, erhöhte Absetzungen von Herstellungskosten für Gebäude geltend zu machen. Für die genauen Bedingungen zur Gewährung von Modernisierungszuschüssen  und die steuerliche Absetzbarkeit nehmen Sie bei Interesse bitte vor Beginn der Maßnahmen Kontakt mit dem Sanierungsträger und Ihrem Steuerberater auf.

Ausgleichsbetragserhebung

Informationen über die Pflicht und die Errechnung der fälligen Ausgleichbetragszahlung nach Abschluss der Sanierung (Stand 15.03.2016):

Nach Abschluss der Sanierung sind Eigentümer/innen verpflichtet, nach § 153 BauGB einen Ausgleichsbetrag in Höhe der sanierungsbedingten Werterhöhung ihres Grundstückes zu zahlen. Der zu entrichtende Ausgleichsbetrag bemisst sich aus dem Unterschied zwischen dem Bodenwert, der sich für das Grundstück ergeben würde, wenn eine Sanierung weder beabsichtigt noch durchgeführt worden wäre (Anfangswert) und dem Bodenwert, der sich für das Grundstück durch die rechtliche oder tatsächliche Neuordnung innerhalb des Sanierungsgebiets ergibt (Endwert). Die Erhebung von Ausgleichsbeträgen tritt an die Stelle zu entrichtender Beiträge nach dem kommunalen Abgabengesetz, welche in Sanierungsgebieten entfallen.

Ansprechpartner/innen

Für Rückfragen stehen Ihnen seitens der Stadt Schleswig Frau Sandmeier, Tel. 814 411, r.sandmeier@schleswig.de sowie seitens unseres Sanierungsträgers, der BIG-STÄDTEBAU GmbH, Frau Dahmen, Tel. 0431-54 68 253, a.dahmen@big-bau.de, gerne zur Verfügung. 

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Das Projekt "Innenstadtsanierung" wird mit Mitteln aus dem Programm "Stadtumbau West" vom Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration des Landes Schleswig-Holstein gefördert.

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