Sprungziele

Am Holmer Noor:
Von der Kaserne zum neuen Stadtteil

Im Jahr 2004 wurde die militärische Nutzung der 1933 bis 1938 als Seefliegerhorst erbauten Kaserne „Auf der Freiheit“ in Schleswig von der Bundeswehr endgültig aufgegeben. Für die Stadt Schleswig ergab sich damit die Notwendigkeit, für die Flächen eine Nachnutzung zu finden, aber auch ein großes Potenzial für die Stadtentwicklung. Die attraktive Lage der Konversionsfläche, einerseits innenstadtnah, andererseits unmittelbar an der Schlei, bot gute Chancen für die weitere Entwicklung. In Zusammenhang mit dem Abschluss eines städtebaulichen Vertrags zwischen der Stadt Schleswig und dem Bund wurde der westliche Teil des Geländes als Sanierungsgebiet ausgewiesen. Nach Weiterveräußerung der Flächen durch den Bund an einen privaten Investor wurde die Entwicklung der Flächen zu einem neuen Stadtteil in Kooperation zwischen der Stadt Schleswig und dem Investor als Eigentümer der Flächen durchgeführt.

Grundlage des Konversionsprozesses ist das Ergebnis eines in 2006 durchgeführten Realisierungswettbewerbs, welcher die Erarbeitung eines städtebaulichen Konzepts für die Entwicklung der Flächen mit vielfältigen und qualitativ hochwertigen Angeboten von Wohnformen zum Ziel hatte. Zu beachten waren dabei Nachnutzungsmöglichkeiten für zu erhaltende Bestandsgebäude und die Qualifizierung der vorhandenen Freiflächen mit altem Baumbestand zu attraktiven öffentlichen Grünflächen.

Im Rahmen der Umsetzung der Planung hat die Stadt Schleswig gemäß dem städtebaulichen Vertrag die Vorbereitung mit städtebaulicher Planung und Bauleitplanung, den Rückbau der Hochbauten und die Freilegung der Flächen inkl. Altlastensanierung, die Herstellung der Straßen und Wege sowie die Herstellung der öffentlichen Grün- und Freifläche durchgeführt.

Im Ergebnis ist ein neuer, attraktiver Stadtteil in Schleswig entstanden, der mit einem Mix aus Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Geschosswohnungsbauten Wohnraum für verschiedene Bevölkerungsgruppen bietet. Der neue Regattaplatz, die öffentlichen Grünflächen entlang dem Schleiufer und der in das Quartier integrierte Spielplatz bieten attraktive, in den umgebenden Landschaftsraum eingepasste Freiflächen, die sowohl von den Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers, als auch von der übrigen Schleswiger Bevölkerung und Touristen gerne genutzt werden. Mit privaten Mitteln wurden mit dem sogenannten Fliegergebäude und dem ehem. Kasino zwei historische Bestandsgebäude saniert und zu Gewerbezwecken umgenutzt, die innerhalb der Neubebauung interessante Akzente setzen.

                             

                                            

Holmer Noor - Rahmenplan

Fortschreibung der Rahmenplanung für die städtebauliche Sanierungsmaßnahme „Am Holmer Noor“  

Das Sanierungsgebiet „Kaserne ‚Auf der Freiheit‘ / westliches Teilgebiet ‚Am Holmer Noor‘“ umfasst den westlichen Teil der ehemaligen Kaserne „Auf der Freiheit". Hier ist in den vergangenen Jahren ein neuer Stadtteil entstanden, dessen Entwicklung durch öffentliche Fördermittel wesentlich unterstützt wird, welche insbesondere für die Herstellung der Straßen und der öffentlichen Grünflächen eingesetzt wurden, aber auch z. B. für Abbruchmaßnahmen oder Altlastenentsorgung. 

Das neue Quartier vereint Wohnen mit Versorgungsangeboten und Freizeitmöglichkeiten, es sind Wohn- und Arbeitsplätze entstanden, aber auch ein Naherholungsort für Jung und Alt.

Die Stadt Schleswig schreibt derzeit die sogenannte städtebauliche Rahmenplanung für den südlichen Bereich des Sanierungsgebiets fort. Die städtebauliche Rahmenplanung beschreibt die wesentlichen Entwicklungsziele für das Gebiet und bildet die förderrechtliche Grundlage für den Einsatz von Fördermitteln. Neben der Beschreibung der baulichen Entwicklung liegt ein Schwerpunkt der Fortschreibung auf einer Verkehrsberuhigung der Straßen im Quartier, also der Straßenzüge "Zum Netzetrockenplatz", "Kleine Breite", "Schleibogen", "Zur Alten Fähre" und "Am Fabrikhof".

Die Stadt Schleswig möchte Ihnen Gelegenheit geben, sich über diese Fortschreibung der städtebaulichen Planung zu informieren. Bis zum 25.09.2020 haben Sie zudem die Möglichkeit, Hinweise und Stellungnahmen zum Entwurf der Planung abzugeben. Bitte richten Sie Ihre Stellungnahme gerne per E-Mail an das mit der Rahmenplanung beauftragte Büro:

Cappel + Kranzhoff Stadtentwicklung und Planung GmbH
Palmaille 96, 22767 Hamburg
E-Mail: beteiligung@ck-stadtplanung.de 

Sie können die Planungsunterlagen auch im Fachbereich Bau der Stadt Schleswig einsehen. Wegen der aktuellen Einschränkungen im Publikumsverkehr aufgrund der Corona-Pandemie bitten wir hierfür unbedingt um Vereinbarung eines Termins. Bitte wenden Sie sich dazu an:

Stadt Schleswig
Fachbereich Bau
Frau Sandmeier
Gallberg 4, 24837 Schleswig
Tel.: 04621 814-411
E-Mail: r.sandmeier@schleswig.de  

Wenn Sie die Unterlagen gerne gedruckt erhalten möchten, senden wir Ihnen diese zu. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an unseren Sanierungsträger, die

BIG Städtebau GmbH
Treuhänderischer Sanierungsträger der Stadt Schleswig
Herr Reinhold
Eckernförder Straße 212, 24119 Kronshagen
Tel.: 0431 5468-154
E-Mail: stefan.reinhold@dsk-big.de 

Der Fachbereich Bau der Stadt Schleswig und die BIG Städtebau stehen Ihnen unter den angegebenen Kontaktdaten ebenfalls gerne für eventuelle Fragen zur Verfügung.

           


SanG Städtebauförderung 50 Jahre MILI BUMBR
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