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Schleswig liegt an der Schlei – einem Meeresarm der Ostsee. Aufgrund der geographischen Lage kann es daher bei Sturm- und Unwetterlagen in Teilen des Stadtgebietes zu einer Gefährdung von Infrastruktur und Personen durch Hochwasser kommen.

In einem Ereignisfall, sprich sollten entsprechende Prognosen oder Warnungen vorliegen, tritt der Verwaltungsstab zusammen, um die Lage zu bewerten und ggf. Maßnahmen zu ergreifen.

Hochwasserschutz ist jedoch keine reine Aufgabe der Behörde, sondern eine Gemeinschaftsaufgabe, die von der kommunalen Vorsorge bis zum Handeln jeder/jedes Einzelnen reicht.

Selbst- /Eigenvorsorge

Jede Person ist zunächst selbst dafür verantwortlich, für mögliche Not- oder Katastrophenfälle vorzusorgen, die ihr Eigentum betreffen können (§ 5 Wasserhaushaltsgesetz).

Als Hilfestellung hat das Land Schleswig-Holstein die Kampagne „Wasserstark.SH“ gestartet. Hier kann zum Beispiel eine Checkliste „Persönliche Vorkehrungen“ oder auch Checkliste „Bauliche Maßnahmen“ abgerufen werden, um selbst Maßnahmen treffen und so vorsorgen zu können.

Wasserstark.SH

Warum ist die Selbst-/Eigenvorsorge so wichtig? Der Verwaltungsstab der Stadt Schleswig ist insbesondere für den Schutz der Bevölkerung zuständig. Individualinteressen können eventuell nur untergeordnete Berücksichtigung finden. Um dadurch keine Überraschungen zu erleben, empfiehlt es sich eine entsprechende Vorsorge zu treffen.
 

Informationen zu aktuellen Pegelstände und Warnungen erhalten Sie über die Warn-Apps.

Warn-Apps

Wie bereitet sich die Stadt vor?

Der Schutz von Leben, Gesundheit, Eigentum und unserer gemeinsamen Infrastruktur hat für Schleswig eine hohe Priorität. Extremwetterereignisse und plötzliche Starkregen machen deutlich, wie wichtig es ist, unsere Stadt krisenfester für die Zukunft aufzustellen.

Um hierbei strategisch und vorausschauend zu handeln, hat die Stadt in den vergangenen Monaten - gemeinsam mit dem Planungsbüro ITT-Port Consult GmbH aus Laboe - ein umfassendes Hochwasserschutzkonzept erarbeitet. Dieses Konzept liegt nun im Entwurf vor und soll den Fahrplan für die kommenden Jahre bilden.

Blick auf das Ganze: Von der Analyse zum strategischen Schutz

Das neue Konzept basiert auf einer fundierten Bestandsaufnahme vor Ort. Neben der Ermittlung hochwassergefährdeter Bereiche lag ein starker Fokus auf folgenden Fragen:

  • Wo verlaufen kritische Infrastrukturen?
  • Wie ist die Bevölkerungsverteilung im Stadtgebiet?
  • Wie wirken sich plötzliche Starkregenereignisse abseits bekannter Flussläufe auf das Stadtgebiet aus?

Auf Basis dieser detaillierten Risikodarstellung zeigt das Konzept auf, welche Bereiche künftig großflächig geschützt werden sollen, wo bestehende Schutzeinrichtungen optimiert werden müssen und welche Investitionen dafür vorausschauend anstehen können. Der Konzeptentwurf wird den politischen Gremien bis Ende 2026 zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt. Anschließend sind zwischen Politik und Verwaltung die anstehenden Umsetzungsschritte abzustimmen.

Mehr als Technik: Tipps für den Katastrophenschutz und Ihre Eigenvorsorge

Technische Anlagen wie Deiche, Wälle oder Rückhaltungen bieten wichtigen, jedoch keinen hundertprozentigen Schutz. Im Ernstfall - sei es bei einem Hochwasser oder heftigem Starkregen – ist die Initiative aller Menschen gefragt.

Deshalb ist es entscheidend, dass wir im Bereich des Katastrophenschutzes und der privaten Vorsorge Hand in Hand arbeiten. Jede*r Hausbesitzer*in, jede*r Mieter*in und jede*r Bürger*in kann durch einfache Maßnahmen dazu beitragen, Schäden am eigenen Eigentum abzuwenden oder abzumildern.

  • Wasserdicht am Gebäude: Prüfen Sie den Schutz von Kellerfenstern, Türen und Lichtschächten (Objektschutz / Rückstausicherung).
  • Im Ernstfall vorbereitet: Überlegen Sie frühzeitig, wie Sie Dokumente, Notvorräte (Wasser, Lebensmittel, Medikamente) und elektronische Geräte sichern. 
  • Informiert bleiben: Nutzen Sie offizielle Warn-Apps und informieren Sie sich über die örtlichen Alarmwege.

Hochwasserkarte

Auf folgender Seite finden Sie die Hochwasserkarte für das Stadtgebiet.

Hochwasserkarte