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Auf dem Schleswiger Bausektor ist eine klare positive Entwicklung zu erkennen. Das aktuelle Berichtswesen der Stadt zeigt, dass sowohl die Zahl der Bauanträge als auch das Investitionsvolumen deutlich gestiegen sind. Damit bestätigt sich: Nach zurückhaltenderen Jahren nimmt die Bautätigkeit wieder spürbar Fahrt auf.

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 208 Neuanträge nach der Landesbauordnung Schleswig-Holstein gestellt. Damit liegt Schleswig deutlich über den Vorjahren 2024 und 2022 mit jeweils 134 sowie 2023 mit 126 Anträgen. Insgesamt konnten 164 Verfahren erfolgreich genehmigt werden. Ein wesentlicher Impuls für diese Entwicklung ist die Erschließung der Altstädter Schützenkoppel („Quartier Schützenredder“) mit 73 Bauplätzen. Die ersten Bauanträge erfolgten umgehend. Auch in der Vergangenheit haben neue Baugebiete – etwa „An den Wichelkoppeln“ oder der „Berender Redder“ – für erhöhte Antragszahlen gesorgt.

Breites Spektrum an Bauvorhaben

Die Struktur der Bauanträge zeigt eine breite Entwicklung: Den größten Anteil bilden vereinfachte Baugenehmigungsverfahren, daneben spielen auch Sonderbauten, Vorbescheide und Genehmigungsfreistellungen eine Rolle. Inhaltlich reicht das Spektrum von Wohnungsbau über gewerbliche und öffentliche Projekte bis hin zu Nutzungsänderungen.

Investitionen deutlich gestiegen

Besonders deutlich wird der Aufwärtstrend beim Bauvolumen. Die Herstellungskosten der genehmigten Bauprojekte summierten sich im Jahr 2025 auf rund 57,9 Millionen Euro und haben sich damit im Vergleich zum Vorjahr (rund 25 Millionen Euro) mehr als verdoppelt. Dies unterstreicht die wachsende Investitionsbereitschaft in Schleswig.

Wohnungsbau auf stabilem Niveau

Auch der Wohnungsbau bleibt ein wichtiger Bestandteil der Stadtentwicklung. Im Jahr 2025 wurden 125 Wohneinheiten neu geschaffen. Damit bewegt sich Schleswig weiterhin auf einem stabilen Niveau, nachdem in den Jahren 2021 und 2022 mit 266 beziehungsweise 248 Wohneinheiten besonders hohe Werte erreicht wurden.

Bauaufsicht: Kontrolle und Service

Neben der Genehmigungstätigkeit sorgt die Bauaufsicht für die Einhaltung der baurechtlichen Vorschriften und steht gleichzeitig als Ansprechpartner zur Verfügung. Im Jahr 2025 wurde in 100 Fällen bauaufsichtlich eingeschritten, nachdem im Vorjahr ein Höchststand erreicht worden war. Gleichzeitig wurden rund 2.000 Bauberatungen durchgeführt sowie zahlreiche Auskünfte und Einsichtnahmen ermöglicht.

Auch die Gebühreneinnahmen spiegeln die hohe Aktivität wider: Mit 352.741 Euro im Jahr 2025 wurde ein deutlich höherer Wert als im Vorjahr erzielt.

Schleswig bleibt auf Wachstumskurs

Die aktuellen Zahlen zeigen insgesamt: Schleswig ist im Bauwesen wieder auf Wachstumskurs. Neue Baugebiete, steigende Investitionen und eine anhaltende Nachfrage nach Wohnraum und Flächen tragen dazu bei, die Stadt als attraktiven Mittelpunkt der Region weiter zu stärken.