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Jonas Kähler am Rednerpult im Hotel Hohenzollern
Frühlingsempfang im Hohenzollern: Bürgermeister Jonas Kähler
Blick auf Gäste am Tisch, die auf ein Rednerpult schauen
130 Gäste auf dem Frühlingsempfang der Stadt Schleswig und der Bürgervereine
Gastredner: Digitalisierungsminister und Chef der Staatskanzlei Schleswig-Holstein, Dirk Schrödter am Sprecherpult
Gastredner: Digitalisierungsminister und Chef der Staatskanzlei Schleswig-Holstein, Dirk Schrödter

Die Stadt Schleswig hat gemeinsam mit dem Friedrichsberger sowie dem Schleswiger Bürgerverein am 23. April 2026 zum traditionellen Frühlingsempfang eingeladen. Rund 130 Gäste folgten der Einladung in das Hotel Hohenzollern und nutzten die Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung.

Unter den Anwesenden waren neben Bürgervorsteherin Susi Ross und Bürgermeister Jonas Kähler auch Vertreter der beiden Bürgervereine, darunter Dr. Johannes Thaysen (Friedrichsberger Bürgerverein) und Joachim Rossi sowie Arthur Christiansen vom Schleswiger Bürgerverein. Als Gastredner sprach Digitalisierungsminister und Chef der Staatskanzlei Schleswig-Holstein, Dirk Schrödter. 

Gemeinschaft und Engagement im Mittelpunkt

In ihrer Begrüßung stellte Bürgervorsteherin Susi Ross die Bedeutung von Zusammenhalt und Engagement heraus. Schleswig stehe für Vielfalt, Begegnung und ein starkes Miteinander. Ehrenamtliches Engagement und das Gemeinwohl seien zentrale Säulen des städtischen Lebens. Es gelte, gemeinsam nach vorne zu blicken und die Zukunft aktiv zu gestalten.

Dr. Johannes Thaysen betonte die besondere Rolle des Stadtteils Friedrichsberg, in dem Zusammenhalt und Nachbarschaft gelebt würden. Veranstaltungen wie der Frühlingsempfang stärkten den Dialog und förderten Begegnungen, die das Gemeinschaftsgefühl nachhaltig festigten. Zugleich verwies er auf das bevorstehende Straßenkulturfestival „Frie:Da“ vom 21.–23.05.2026, das weitere Gelegenheiten zum Austausch bieten werde.

Für den Schleswiger Bürgerverein hob A. Christiansen das besondere Jubiläum hervor: Der Verein feiert in diesem Jahr sein 160-jähriges Bestehen. Der Frühlingsempfang sei ein Ausdruck der lebendigen Vereinsarbeit und der Freude am gemeinsamen Miteinander.

Staatsmodernisierung als zentrale Zukunftsaufgabe

Gastredner Dirk Schrödter stellte in seinem Vortrag den Bürokratieabbau und die Modernisierung der Verwaltung in den Mittelpunkt. Der Frühling stehe sinnbildlich für Erneuerung und Entwicklung – ein Bild, das sich auch auf staatliche Strukturen übertragen lasse.

Vor dem Hintergrund globaler Veränderungen und zunehmender geopolitischer Spannungen unterstrich Schrödter die Bedeutung eines handlungsfähigen Staates. Eine starke Demokratie brauche Vertrauen, das durch effiziente und transparente Verwaltungsprozesse gestärkt werde. Ziel sei es, Verfahren zu beschleunigen, Bürokratie abzubauen und den Staat insgesamt einfacher, schneller und digitaler aufzustellen.

Hierfür verwies Schrödter auf eine umfassende Modernisierungsagenda von Bund und Ländern mit rund 300 Maßnahmen. Dazu zählen unter anderem die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen, der Ausbau von Open-Source-Lösungen zur Sicherung digitaler Souveränität sowie die bessere Vernetzung von Daten, um Mehrfacherfassungen zu vermeiden. Auch ein beschleunigter Infrastrukturausbau und mehr Raum für Innovationen seien zentrale Bausteine.

Staatsmodernisierung sei dabei nicht nur eine organisatorische, sondern auch eine kulturelle Aufgabe. Es brauche Mut, Offenheit und Entschlossenheit, um die Verwaltung zu einem Innovationstreiber zu entwickeln.

Haltung als Schlüssel für kommunale Entwicklung

Bürgermeister Jonas Kähler griff in seinem Grußwort den Begriff der „Haltung“ auf und stellte ihn in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Anhand einer persönlichen Anekdote machte er deutlich, dass nicht allein Herausforderungen entscheidend seien, sondern der Umgang mit ihnen.

Mit Blick auf aktuelle gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen betonte Kähler, dass Probleme wie Bürokratie, steigende Kosten oder globale Unsicherheiten zwar real seien, der Fokus jedoch stärker auf Lösungen und Handlungsmöglichkeiten liegen müsse. Entscheidend sei, ob es gelinge, Chancen zu erkennen und aktiv zu gestalten.

Für Schleswig verwies er auf konkrete Ansätze: die Nutzung beschleunigter Bauverfahren, die Weiterentwicklung der Innenstadt sowie neue Impulse durch Gewerbeansiedlungen und die Energiewende. Zugleich werde in zentrale Projekte wie die Sanierung von Schulen – darunter die St.-Jürgen-Schule – und den Bau eines Kulturhauses investiert.

In seinen ersten Wochen im Amt habe er viele engagierte Menschen erlebt, die Veränderungen vor Ort voranbringen wollten. Dieses gemeinsame Handeln sei eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung der Stadt.

Kähler rief dazu auf, Schleswig mit Zuversicht, Mut und einer positiven Grundhaltung weiterzuentwickeln: nicht die Probleme sollten im Vordergrund stehen, sondern die Art und Weise, wie gemeinsam Lösungen gestaltet werden

Ausblick

Der Frühlingsempfang machte deutlich, wie wichtig der Austausch zwischen Politik, Verwaltung, Vereinen und Bürgerschaft ist. Er bot nicht nur Raum für Gespräche, sondern setzte zugleich ein Zeichen für Zusammenhalt, Engagement und eine positive Zukunftsperspektive für die Stadt Schleswig