Vier Schüler der Lornsenschule waren am 10. Juni 2026 zu Gast im Bauamt der Stadt Schleswig. Im Rahmen ihres WiPo-Unterrichts hatten sie sich mit der Frage beschäftigt, welche Bedarfe es in Schleswig bei öffentlichen WC-Anlagen und frei zugänglichen Aufenthaltsorten gibt.
Hierfür befragten die Schüler rund 100 Bürger*innen. Das Ergebnis ihrer Untersuchung: Sowohl bei öffentlichen Toiletten als auch bei kommerzfreien Aufenthaltsräumen sehen viele Menschen in Schleswig weiteren Bedarf.
Die Ergebnisse stellten die Schüler Bauamtsleiter Bernward Völmicke und Nils Clasen (Bürger*inbeteiligungen) vor und diskutierten diese gemeinsam mit ihnen. Dabei zeigte sich, dass die von den Schülern identifizierten Themen bereits in aktuellen Projekten der Stadtentwicklung berücksichtigt werden.
So entsteht derzeit im Bereich des Lornsenparks eine neue barrierefreie, vandalismusarme, öffentliche WC-Anlage. Sie soll den Wegfall der bisherigen Toilette im ehemaligen Parkhaus ausgleichen und das Angebot an öffentlichen Toiletten in der Innenstadt verbessern.
Auch die Planungen für die Innenstadtentwicklung greifen die Ergebnisse der Schüler auf. Mit dem Bürgerforum entsteht ein neuer Treffpunkt für die Stadtgesellschaft. Das Gebäude wird unter anderem die Stadtbücherei beherbergen, die künftig als moderner „Dritter Ort“ für Bildung, Begegnung und Austausch gestaltet wird. Ergänzt wird das Angebot durch öffentliche Toiletten, Gemeinschaftsflächen sowie verschiedene Möglichkeiten zum Lernen, Arbeiten und Verweilen.
Darüber hinaus werden im Umfeld des Bürgerforums neue öffentliche Grün- und Aufenthaltsflächen geschaffen. Die neugestalteten Bereiche sollen die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt stärken und Raum für Begegnungen schaffen.
Die Schüler zeigten sich erfreut darüber, dass die in ihrer Untersuchung festgestellten Bedarfe bereits erkannt wurden und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung auf den Weg gebracht sind.
Zum Abschluss des Besuchs lud Nils Clasen von der städtischen Bürgerbeteiligung die Schüler ein, sich auch weiterhin aktiv an der Entwicklung ihrer Stadt zu beteiligen. Konkret ging es um die geplante Gestaltung einer Fläche neben dem ehemaligen Hertie-Kaufhaus, auf der künftig eine Spiel- und Aktionsfläche für Jugendliche entstehen soll.
Bauamtsleiter Bernward Völmicke begrüßte das Engagement der jungen Menschen: „Die Untersuchung zeigt, dass sich Schüler*innen intensiv mit ihrer Stadt auseinandersetzen und wichtige Fragen stellen. Solche Beiträge sind eine wertvolle Unterstützung für die Stadtentwicklung und zeigen, wie wichtig Beteiligung für eine lebendige Stadtgesellschaft ist.“
