Parkhausquartier liegt gut im Zeitplan
–Erste Bauphase abgeschlossen, Arbeiten an der neuen Regenwasserinfrastruktur gestartet–
Die Entwicklung des Parkhausquartiers schreitet planmäßig voran. Die erste Phase der Arbeiten - der oberirdische Abbruch von Parkhaus und ehemaligem ZOB-Gebäude - ist abgeschlossen. Inzwischen ist die zweite Phase gestartet: Die Schleswiger Stadtwerke Abwasserentsorgung - Eigenbetrieb der Stadt Schleswig verlegen wichtige Leitungen unterhalb des künftigen Quartiers. Damit werden die Voraussetzungen für die weiteren Bauarbeiten geschaffen.
Bei einem gemeinsamen Pressetermin am 9. September 2026 informierten Bürgermeister Jonas Kähler, Vertreter*innen der Stadtverwaltung, der Schleswiger Stadtwerke Abwasserentsorgung und des Planungsbüros über den aktuellen Stand und die nächsten Schritte. Ebenfalls vor Ort waren Vertreter*innen des Stadtmarketings, der IHK und der IGL („Interessengemeinschaft Ladenstraße“).
„Wir liegen mit der Entwicklung des Parkhausquartiers gut im Zeitplan. Die einzelnen Bauphasen bauen aufeinander auf und sind wichtige Schritte auf dem Weg zu einem neuen, attraktiven Quartier in zentraler Lage. Nach dem Abschluss des oberirdischen Rückbaus können wir nun mit der nächsten Phase weitermachen“, sagt Bürgermeister Jonas Kähler.
Phase 1: Abbruch erfolgreich abgeschlossen
Von Januar bis Mitte 2026 wurde das ehemalige Parkhaus einschließlich des früheren ZOB-Gebäudes zurückgebaut. Dabei stand zunächst die sichere Entfernung und fachgerechte Entsorgung vorhandener Schadstoffe im Mittelpunkt.
Beim Abbruch wurden die verschiedenen Materialien getrennt erfasst und - soweit möglich - recycelt. Das gewonnene Recyclingmaterial wurde unter anderem für die Herstellung des temporären Parkplatzes auf dem ehemaligen ZOB-Gelände wiederverwendet.
Auch das ehemalige Kellergeschoss des ZOB-Gebäudes wurde verfüllt und verdichtet. Der oberirdische Rückbau des Parkhausquartiers ist damit abgeschlossen.
Phase 2: Neue Leitungen für das Quartier
Seit Ende August laufen nun die Arbeiten an der unterirdischen Infrastruktur. Die Schleswiger Stadtwerke Abwasserentsorgung verlegen einen neuen Regenwasserstaukanal. Zudem entstehen neue Schächte und eine Schmutzwasser-Vorstreckung im Schwarzen Weg. Das Regenwasser kann damit künftig gedrosselt über die Königstraße in Richtung Schlei abgeleitet werden.
Die neuen Leitungen entstehen unterhalb der zukünftigen Platzfläche bis in den Schwarzen Weg. Sobald die neue Infrastruktur in Betrieb genommen werden kann, werden die alten Leitungen, die derzeit noch unter dem ehemaligen Parkhaus verlaufen, außer Betrieb genommen.
„Bei solchen Arbeiten wird viel Material bewegt, was später nicht mehr zu sehen ist. Trotzdem sind diese neuen Kanäle für die weitere Entwicklung des Quartiers sehr bedeutend. Wir schaffen jetzt die Regenwasser-Speicherkapazitäten, die für die spätere Innenstadtsanierung erforderlich sind“, erklärt Arne Clemens von der Schleswiger Stadtwerke Abwasserentsorgung.
Die Arbeiten an der Regenwasserinfrastruktur sollen nach derzeitiger Planung bis Mitte Oktober abgeschlossen werden.
Danach folgt der unterirdische Rückbau
Nach Abschluss der Leitungsarbeiten steht der nächste Schritt an: die Entfernung der noch verbliebenen unterirdischen Bauwerksreste des ehemaligen Parkhauses. Dazu gehören unter anderem Fundamente und Gründungspfähle. Der unterirdische Rückbau soll nach aktuellem Stand Mitte Oktober beginnen und - abhängig von der Witterung - bis voraussichtlich April 2027 dauern.
Weitere Entwicklung des Parkhausquartiers
Parallel zu den Bauarbeiten laufen die weiteren Planungen für das Gesamtareal. Für das geplante Bürgerforum liegt bereits die Baugenehmigung vor.
Für das neue Parkhaus ist der Baustart nach aktuellem Stand zwischen Mitte 2027 und Anfang 2028 vorgesehen. Das Parkhaus soll künftig rund 527 Stellplätze bieten und voraussichtlich Mitte 2028 in Betrieb gehen.
Die Eröffnung des Bürgerforums und die Fertigstellung des neuen Mittelplatzes sind derzeit für Ende 2028 vorgesehen. Die Inbetriebnahme des neuen Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) ist aktuell für 2029 geplant.
Der temporäre Parkplatz auf dem ehemaligen ZOB-Gelände mit rund 50 zusätzlichen Stellplätzen bleibt nach derzeitiger Planung bis etwa Mitte 2028 bestehen. Die Stellplätze können weiterhin mit Parkscheibe für maximal zwei Stunden genutzt werden.

