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Jonas Kähler, Hayo Nadler, (Highstreet Group) Rowena Sandmeier und Bernward Völmicke (Fachbereich Bau) im Sitzungszimmer Schlein vor einer Schleswig-Grafik
Ehemaliges Hertie-Gelände: Kaufvertrag beurkundet - Jonas Kähler, Hayo Nadler, (Highstreet Group) Rowena Sandmeier und Bernward Völmicke (Fachbereich Bau)
Visualisierung Schleiplatz mit Wohnkomplex, Bäumen und Freiflächen
©Highstreet Group: Visualisierung Schleiplatz, ehemaliges Hertiegelände - Luftbild

Ehemaliges Hertie-Gelände: Kaufvertrag beurkundet und politische Beschlüsse gefasst

-Wichtiger Meilenstein für die Neuentwicklung des Stadtwegs 66–70 und die Innenstadtsanierung-

Die Entwicklung des ehemaligen Hertie-Geländes am Stadtweg 66–70 hat einen entscheidenden Schritt genommen: Am 2. September 2026 wurde der Kaufvertrag zwischen der Stadt Schleswig und der Highstreet Group notariell beurkundet. In der Sondersitzung des Bau-, Klimaschutz- und Umweltausschusses (BKU) und der Ratsversammlung am 14. September 2026 wurden die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Damit sind die Voraussetzungen für die weitere Umsetzung des Projekts geschaffen und die Verträge wirksam.

Mit der Entwicklung und Bebauung des Areals an der Ecke Moltkestraße/Stadtweg soll der westliche Eingangsbereich der Fußgängerzone städtebaulich aufgewertet und nachhaltig gestärkt werden.

Städtebauliche Aufwertung als zentrales Ziel

Die Entwicklung der ehemaligen Hertie-Grundstücke ist ein wesentlicher Baustein der laufenden Innenstadtsanierung. Ziel ist es, die Einzelhandelsfunktion zu sichern und zu stärken, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und neue Impulse für eine lebendige Innenstadt zu setzen. Auf dem zentral gelegenen Grundstück soll ein qualitätvoller Gebäudekomplex mit Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen. Parallel dazu wird die angrenzende öffentliche Platzfläche im Rahmen der Innenstadtsanierung neu gestaltet.

Planungs- und Verfahrensstand

Der Entwicklung des Grundstücks ist ein mehrjähriges Anhandgabeverfahren vorausgegangen. Die Anhandgabevereinbarung mit der Peters + Gruf Grundvermögen GmbH/Highstreet Development GmbH wurde 2022 geschlossen. Die Umsetzung des ursprünglich entwickelten Konzepts wurde durch die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der vergangenen Jahre, insbesondere gestiegene Baupreise und Zinsen, erschwert. Das Konzept wurde deshalb angepasst und wirtschaftlich neu ausgerichtet. Für die geplante Bebauung wurde zudem ein vorhabenbezogenes Bebauungsplanverfahren erforderlich. Der Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 18 „Stadtweg 66 bis 70“ wurde 2023 gefasst. Der Bau-, Klimaschutz- und Umweltausschuss hat im November 2025 den Entwurfs- und Veröffentlichungsbeschluss gefasst. Die erforderlichen Abstimmungen mit den Fachbehörden konnten zwischenzeitlich abgeschlossen werden. Mit der notariellen Beurkundung des Kaufvertrages am 2. September und den erfolgreichen Beschlüssen von BKU und Ratsversammlung am 14. September 2026 ist nun ein wesentlicher Meilenstein erreicht.

Die Entwicklung des ehemaligen Hertie-Geländes hat uns in den vergangenen Jahren vor einige Herausforderungen gestellt“, sagt Bürgermeister Jonas Kähler. „Umso mehr freue ich mich, dass wir jetzt die entscheidenden Schritte gehen können. Die Highstreet Group bekennt sich klar zu Schleswig und wird das Projekt gemeinsam mit einem Investor finanzieren und realisieren. Wir haben hier nach wie vor ein sehr gutes Grundstück, das nun endlich entwickelt wird – und zwar so qualitätvoll, dass es die Innenstadt dadurch attraktiver machen wird.“

Geplante Nutzung und Bebauung

Vorgesehen ist die Errichtung eines vier- bis fünfgeschossigen Gebäudekomplexes entlang des Stadtwegs und des künftigen öffentlichen Stadtplatzes. Ergänzend ist im rückwärtigen Bereich zur Michaelisallee eine Reihenhausbebauung geplant. Insgesamt entstehen bis zu fünf Gewerbeeinheiten mit rund 1.000 Quadratmetern Fläche im Erdgeschoss. Darüber hinaus sind 82 Wohneinheiten mit ein bis vier Zimmern und Wohnungsgrößen zwischen etwa 40 und 110 Quadratmetern vorgesehen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf barrierefreiem und altersgerechtem Wohnraum in zentraler Lage. Die Bruttogeschossfläche beträgt insgesamt rund 10.000 Quadratmeter, davon entfallen etwa 1.200 Quadratmeter auf eine Tiefgarage. Die Zufahrt zur Tiefgarage erfolgt über die Moltkestraße.

Neugestaltung des öffentlichen Raums

Ein weiterer Bestandteil der Innenstadtsanierung ist die Neugestaltung des unmittelbar am ehemaligen Hertie-Gelände gelegenen „Schleiplatzes“. Geplant sind unter anderem Baumpflanzungen, Sitzmöglichkeiten mit Blick in Richtung Schlei sowie ein Wasserspiel.

Auch die Perspektiven junger Menschen fließen in die Planung ein. Im Mai 2026 hat die Stadt Jugendliche im Rahmen einer eigenen Beteiligungsveranstaltung eingeladen, Ideen und Wünsche für die zukünftige Gestaltung eines Teilbereichs des Schleiplatzes einzubringen. Die Ergebnisse der Jugendbeteiligung werden in die weiteren Planungen einbezogen.

Damit soll die Aufenthaltsqualität am westlichen Eingang der Innenstadt deutlich erhöht und eine attraktive Verbindung zur Fußgängerzone geschaffen werden.

Ausblick

Mit der erfolgreichen Beschlussfassung von BKU und Ratsversammlung sind die erforderlichen Voraussetzungen für die weitere Umsetzung des Vorhabens geschaffen. Mit dem Satzungsbeschluss wurde das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen und der rechtliche Rahmen für die Umsetzung des Vorhabens liegt vor. Nun wird durch die Investoren das Baugenehmigungsverfahren gestartet. 

Die Bauvorbereitungen und ein möglicher Baustart sind für das 1. Halbjahr 2027 geplant. Die Bauzeit des Projekts wird rund 2 Jahre betragen.

„Jetzt geht es darum, die Planungen nun zügig in die Umsetzung zu bringen“, betont Bürgermeister Jonas Kähler. „Mit dem Hertie-Gelände, dem Parkhausquartier und den weiteren Maßnahmen der Innenstadtsanierung wird sich das Gesicht unserer Innenstadt in den kommenden Jahren Schritt für Schritt verändern. Wir sind jetzt auf einem guten Weg.“