+++ Update 07.08.2026+++
Kraftstoffvorkommen bei Abwrackarbeiten der „Simone“ rechtzeitig erkannt und gesichert
Bei der Bergung eines Tanks im Rahmen der laufenden Abwrackarbeiten am Schiffswrack „Simone“ im Wikinghafen wurde festgestellt, dass sich darin noch Kraftstoff befand. Die Arbeiten wurden daraufhin rechtzeitig unterbrochen und die zuständigen Stellen informiert, bevor der Tank beschädigt werden konnte. Im weiteren Verlauf wurde festgestellt, dass sich noch rund 200 Liter Diesel in dem Tank befanden. Dieser wurde durch die beauftragte Fachfirma abgepumpt. Verbliebene Rückstände im Tank wurden anschließend mit einem speziellen Bindemittel aufgenommen.
Das Technische Hilfswerk (THW), die zuständige Untere Wasserbehörde sowie der Fachdienst Ordnung und Bürgerangelegenheiten waren vor Ort und haben die erforderlichen Maßnahmen eng miteinander abgestimmt. Die noch im Tank befindlichen Dieselreste wurde durch die beauftragte Fachfirma abgepumpt. Verbliebene Rückstände im Tank wurden anschließend mit einem speziellen Bindemittel aufgenommen. Der ausgetretene Kraftstoff auf der Wasseroberfläche wurde mit einem speziellen Ölbindevlies aufgenommen. Im Bereich der Arbeiten sind derzeit sichtbare Spuren auf dem Wasser erkennbar.
Die Stadt Schleswig steht hierzu in engem Kontakt mit der zuständigen Wasserbehörde. Die Situation wird vor Ort weiter beobachtet und die erforderlichen Maßnahmen werden auch über das Wochenende eng abgestimmt.
Die Arbeiten wurden für heute beendet und werden am Montag fortgesetzt.
29.07.2026
Schiffswrack „Simone“: Abbrucharbeiten im Wikinghafen haben begonnen
Die Stadt Schleswig bereitet gemeinsam mit den beteiligten Fachfirmen und Behörden die nächsten Schritte zur Beseitigung des Schiffswracks „Simone“ im Wikinghafen vor. Nach umfangreichen Untersuchungen und der Prüfung verschiedener Bergungsvarianten steht nun das weitere Vorgehen fest.
In den vergangenen Wochen wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um das Schiff möglichst zu sichern und einen Abtransport auf dem Wasser zu ermöglichen. Hierzu gehörten unter anderem mehrere Einsätze der Feuerwehr, der Stadtwerke SH sowie des Technischen Hilfswerks (THW), das Abpumpen des eingedrungenen Wassers, die Abdichtung von Leckagen sowie weitere Sicherungsmaßnahmen am Wrack, wie z. B. den Abbau des Mastes. Trotz dieser umfangreichen Arbeiten hat sich der Zustand des Schiffes weiter verschlechtert.
Nach fachlicher Bewertung ist ein Transport der „Simone“ auf dem Wasser nicht mehr ohne erhebliche Risiken möglich. Daher wurde entschieden, das Schiffswrack direkt im Wikinghafen fachgerecht zurückzubauen.
Mit den Arbeiten wurde eine auf Wasserbau spezialisierte Fachfirma beauftragt. Diese ist ab heute mit einem Schwimmkran im Wikinghafen tätig sein. Das Schiff wird vor Ort schrittweise zerlegt. Zunächst wird der Innenbereich des Wracks geleert und vorbereitet. Im weiteren Verlauf wird zum Schutz der Umwelt eine großflächige Ölsperre rund um das Schiffswrack ausgelegt, bevor der schrittweise Rückbau des Schiffes von außen erfolgt. Das anfallende Material wird anschließend ordnungsgemäß abtransportiert und fachgerecht verwertet. Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden und werden nach derzeitiger Planung rund eine Woche dauern.
Die Stadt Schleswig bittet alle Bürger*innen sowie Besucher*innen, den Arbeitsbereich während der Abbrucharbeiten weiträumig zu meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten. Aus Sicherheitsgründen ist es wichtig, ausreichend Abstand zu den Arbeitsbereichen und den eingesetzten Maschinen zu halten. Dadurch kann ein sicherer und zügiger Ablauf der Arbeiten gewährleistet werden. Vielen Dank.
Bürgermeister Jonas Kähler bedankt sich ausdrücklich bei allen Beteiligten für ihren unermüdlichen Einsatz und die jederzeit konstruktive sowie beeindruckende Zusammenarbeit. Sein besonderer Dank gilt den Mitarbeitenden des Fachdienstes Ordnung, der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks (THW), der Stadtwerke Schleswig sowie allen weiteren beteiligten Einsatzkräften und Partner*innen. „Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie engagiert und professionell alle Beteiligten zusammenarbeiten, um für diese außergewöhnliche Situation eine sichere und verantwortungsvolle Lösung zu finden. Für dieses große Engagement danke ich allen Beteiligten herzlich“, so Jonas Kähler.

