Bei der umfangreichen Baumaßnahme am Husumer Baum ist ein wichtiger Zwischenschritt erreicht: Der Abschnitt zwischen der Mansteinstraße und der Deutsch Bahn-Unterführung ist wieder für die Anlieger*innen freigegeben. Auch der Einmündungsbereich des Bötelstiegs ist nach Abschluss der erforderlichen An- und Umschlussarbeiten im Laufe der nächsten Woche wieder befahrbar.
Gemeinsam für eine zukunftsfähige Infrastruktur
Die Ertüchtigung des Husumer Baums ist eine Gemeinschaftsaufgabe der Stadt Schleswig, der Versorger*innen und Entsorger*innen. Neben der Erneuerung von Schmutz- und Regenwasserleitungen werden Strom-, Gas- und Wasserleitungen sowie Straßen- und Gehwegflächen erneuert. Gleichzeitig werden Glasfaserleerrohre zur Vorbereitung der Leitungen verlegt.
„Die Modernisierung der Infrastruktur ist ein wichtiger Schritt, um die Lebensqualität im Umfeld des Husumer Baums langfristig zu sichern und die Versorgung mit Wasser, Abwasser und Strom zuverlässig zu gewährleisten. Bei einer anspruchsvollen Baumaßnahme dieser Größenordnung müssen viele Gewerke eng ineinandergreifen. Dass nun ein weiterer Abschnitt wieder freigegeben werden konnte, ist deshalb ein wichtiger Schritt“, sagt Torben Krüger, Fachdienstleiter Tiefbau der Stadt Schleswig
Ein weiterer Bauabschnitt ist geschafft
Im ersten Abschnitt wurden zahlreiche Versorgungsleitungen verlegt und die Geh- und Radwege beidseitig neu gepflastert. Auch erste Trinkwasserhausanschlüsse konnten nach erfolgreichen Spülungen und Wasserproben hergestellt werden.
Im Bereich zwischen dem Bötelstieg und der Deutschen Bahn-Unterführung sind die Verlegearbeiten der Versorgungsleitungen, der Hauswasseranschlüsse und die Pflasterarbeiten im Geh- und Radweg weitestgehend abgeschlossen. Mit dem Abschluss der An- und Umschlussarbeiten ist auch der Einmündungsbereich des Bötelstiegs im Laufe der nächsten Woche wieder für die Anlieger*innen freigegeben.
Komplexer Bauablauf mit besonderen Anforderungen
Nicht alle Arbeiten auf der Baustelle sind unmittelbar sichtbar. Vermessungen, Abstimmungen, Prüfungen und Vorbereitungen für Leitungsanschlüsse sind wichtige Bestandteile des Bauablaufs. Zudem können bestimmte Arbeiten, insbesondere bei der Querung von Versorgungsleitungen und der Herstellung von Hausanschlüssen, aufgrund der geltenden Arbeitsschutzvorgaben nur unter Vollsperrung durchgeführt werden. Diese Vorgaben dienen dem Schutz der Beschäftigten.
Der Bauablauf hat sich durch mehrere Faktoren verändert. Ungünstige Witterungsverhältnisse zu Beginn des Jahres erschwerten den Baufortschritt. Hinzu kamen zusätzliche Sicherheitsanforderungen der Berufsgenossenschaft Bau. Für die Herstellung der Versorgungsgräben zwischen der DB-Unterführung und der Margarethenwallstraße musste deshalb ein anderes Verbauverfahren eingesetzt werden. Der dafür erforderliche Verbau musste neu beschafft und statisch berechnet werden, bevor die Arbeiten nach Freigabe fortgesetzt werden konnten.
Gesamtmaßnahme läuft bis 2027
Die Arbeiten an den Schmutz- und Regenwasserkanälen zwischen der Deutsche Bahn-Unterführung und der Margarethenwallstraße laufen inzwischen weiter. Nach aktuellem Bauzeitenplan sollen die Arbeiten bis zur Margarethenwallstraße voraussichtlich bis Ende 2026 andauern. Der Bereich der Einmündung Margarethenwallstraße wird nach aktuellem Stand frühestens Ende November in Angriff genommen und über den Jahreswechsel hinaus bearbeitet.
Die Gesamtbaumaßnahme wird sich voraussichtlich bis Juli 2027 erstrecken. Für den anschließenden Abschnitt zwischen der Margarethenwallstraße und dem Tegelbarg ist derzeit der Ausführungszeitraum von Januar bis Juli 2027 vorgesehen. Der weitere Ablauf hängt auch von den Witterungsverhältnissen ab. Aufgrund der Komplexität der Maßnahme können weitere zeitliche Anpassungen nicht ausgeschlossen werden.
Direkter Austausch mit den Beteiligten
Die Stadt Schleswig, die Stadtwerke SH, die beteiligten Versorger*innen und Entsorger*innen sowie die ausführende Firma SAW arbeiten gemeinsam daran, die einzelnen Bauabschnitte so zügig wie möglich umzusetzen.
Für Fragen und Anliegen stehen die Beteiligten direkt zur Verfügung. Ansprechpartner der Firma SAW ist Schachtmeister Lutz Rieß. Die Stadtwerke SH sind unter +49 4621 801-462 erreichbar, der Fachdienst Tiefbau und Bauverwaltung der Stadt Schleswig unter +49 4621 814-464.
Darüber hinaus besteht mittwochs gegen 9.45 Uhr die Möglichkeit, vor Ort mit den Beteiligten der Baumaßnahme ins Gespräch zu kommen.
Die Stadt Schleswig und die Stadtwerke SH bedanken sich bei den Anlieger*innen und allen Verkehrsteilnehmer*innen für ihr Verständnis und ihre Geduld während der laufenden Arbeiten.
